Datenschutzhinweis
Nach § 5 der neuen EU-DSGVO sind wir dazu verpflichtet, Sie über die Verarbeitung Ihrer Daten zu informieren. Deswegen haben wir unsere Datenschutzbestimmungen aktualisiert, die Sie mit einem Klick einsehen können. Um Ihr Nutzererlebnis zu verbessern und unsere Seite stets weiter zu entwickeln, speichern wir Cookies in Ihrem Browser. So können wir für Sie beim nächsten Mal wiedererkennen und wissen, für welche Inhalte Sie sich am meisten interessieren. Bitte stimmen Sie unserer Datenschutzbestimmung zu, um die Seite nutzen zu können.
Zustimmen

Coronavirus-Erkrankungen

Aktuell bestimmt das (neuartige)  Coronavirus die Schlagzeilen. Genauer gesagt handelst es sich um das neuartige Coronavirus (2019-nCoV), das eng verwandt ist mit dem SARS-Virus.

Die Fachleute gehen davon aus, dass sich die ersten Patienten im Dezember 2019 auf einem Markt in Wuhan in China angesteckt haben.

Coronaviren wurden erstmals Mitte der 60er Jahre identifiziert. Sie können sowohl Menschen als auch  Tiere infizieren, unter anderem Vögel und Säugetiere. Bei Menschen verursachen Coronaviren verschiedene Krankheiten, von banalen Erkältungen bis hin zu gefährlichen oder möglicherweise sogar  tödlich verlaufenden Krankheiten wie das Middle East Respiratory Syndrome (MERS) oder das Schweres Akutes Atemwegssyndrom (SARS).

In der Vergangenheit waren schwere, durch Coronaviren verursachte Krankheiten wie SARS oder MERS zwar weniger leicht übertragbar als Influenza, aber sie haben dennoch zu großen Ausbrüchen geführt. 2002/03 kam es beispielsweise von Südchina ausgehend zu einer SARS-Pandemie mit 775 Toten in einem Jahr.

Stand 7.2.2020 sind weltweit fast 31.500 Menschen mit dem neuen Coronavirus infiziert; 640 Menschen sind daran verstorben. Die mit Abstand höchsten Erkrankungszahlen und Todesfälle finden sich in China.

In Deutschland sind 13 Menschen infiziert.

Trotzdem schätzen die Experten des Robert Koch-Instituts das Risiko für die Bevölkerung in Europa und Deutschland weiterhin als gering ein. Diese Einschätzung wird auch von den Gesundheitsbehörden unserer Nachbarländer und dem Europäischen Zentrum für Krankheitsprävention und -kontrolle (ECDC) sowie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) geteilt.

Wie äußerst sich eine Infektion mit dem neuen Coronavirus?

Gewöhnliche Coronaviren verursachen meistens milde Erkältungssymptome mit Husten und Schnupfen. Bestimmte Coronaviren können aber auch schwere Infektionen der unteren Atemwege verursachen und zu Lungenentzündungen führen. Das neue Coronavirus scheint bei einem Teil der Patienten mit einem schwereren Verlauf einherzugehen. Todesfälle traten allerdings bisher vor allem bei Patienten auf, die vorher schon an schweren Grunderkrankungen litten.

Wie wird die Infektion übertragen?

Aktuell ist dazu noch zu wenig bekannt. Die Mensch-zu-Mensch-Übertragung von SARS erfolgt(e) hauptsächlich durch Tröpfcheninfektion (selten auch Schmierinfektion). Die Inkubationszeit, also die Zeit zwischen Ansteckung und Erkrankungsbeginn, beträgt ca. zwei bis sieben, maximal aber bis zehn Tage.

Wie kann man sich vor einer Infektion schützen?

Es werden die gleichen Maßnahmen empfohlen, die auch grundsätzlich zur Vermeidung von Grippe gelten: gute Händehygiene, Husten- und Nies-Etikette sowie Abstand zu Erkrankten halten.

Wie groß ist die Ansteckungsgefahr?

Eine genaue Aussage lässt  sich noch nicht treffen, da die Datenlage noch unzureichend ist. Fachleute schätzen jedoch, dass 2019-nCoV nicht so ansteckend ist  wie beispielsweise Influenza (Grippe) oder Masern.

Wie wird eine Infektion mit dem neuen Coronavirus behandelt?

Es gibt keine spezifische Therapie; man kann lediglich die Symptome behandeln. Eine Impfung wird entwickelt; es wird aber sicher noch dauern, bis ein Impfstoff zur Verfügung steht.

So bedrohlich die Nachrichten im Moment auch klingen:

Es gibt mit Sicherheit verschiedene andere Infektionskrankheiten, die wesentlich gefährlicher und problematischer sind als die Coronavirus-Infektion.

Grippeviren sind leichter übertragbar als Coronaviren. An einer Virusgrippe ( Influenza) starben 2017/18 allein in Deutschland 25.00 Menschen!

Masernepidemien treten in den letzten  Jahren weltweit zunehmend auf. Im Kongo geht man aktuell von über 300.000 Masernfällen und 6000 Toten durch Masern aus. Auch etliche andere Länder sind von Masernepidemien betroffen.

2016 gab es weltweit 10,4 Millionen Neu-Erkrankungen an Tuberkulose! Im gleichen Jahr sind 1,7 Millionen Todesfälle an Tuberkulose  weltweit zu verzeichnen. Unter den Tuberkulosetoten litten weltweit 4000 gleichzeitig an HIV, einer weiteren, bedrohlichen Infektionskrankheit.

Fazit. Keine Panik! Allgemeine Hygienemaßnahmen, und Aktualisierung des Impfschutzes Grippeimpfung

Dr. Jutta Dick

Zurück zur Startseite

START TYPING AND PRESS ENTER TO SEARCH