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Erkältungskrankheiten

Im Herbst und Winter haben Erkältungskrankheiten Hochsaison. Meist handelt es sich dabei um einfache grippale Infekte (auf saarländisch „Die Freck“).

Die Erkältung äußert sich mit allgemeinem Unwohlsein verbunden mit Husten, Schnupfen und/oder Halsschmerzen. Das Ganze wird oft begleitet von Kopf- und Gliederschmerzen. Diese Infekte dauern im Allgemeinen nur wenige Tage. Bei längeren Verläufen handelt es sich oft um eine Neu-Ansteckung.
Die Behandlung erfolgt rein symptomatisch je nach Beschwerden mit Nasentropfen, Hustenmitteln, Lutschtabletten und Schmerztabletten gegen die Kopf- und Gliederschmerzen. Sinnvoll ist körperliche Schonung für einige Tage.
Ein Antibiotikum ist normalerweise nicht angezeigt, da es sich bei  den grippalen Infekten in über 90 Prozent um Virusinfekte handelt, bei denen Antibiotika nicht wirken.
Nur in Einzelfällen mit einer zusätzlichen bakteriellen Infektion ist eine Antibiotikatherapie sinnvoll.
Besonders empfehlenswert sind Hausmittel wie Brustwickel, Halswickel, Zwiebeltee oder heiße Milch mit Honig. 
Auch pflanzliche Arzneimittel helfen im allgemeinen gut bei Husten, Schnupfen und Halsschmerzen.

Von den grippalen Infekten zu unterscheiden ist die echte Virusgrippe. Die Betroffenen sind schwer krank, sie leiden unter starken Kopf- und Gliederschmerzen und haben oft hohes Fieber. Die Virusgrippe beginnt meist schlagartig und hält 2 bis 4 Wochen an. Für ältere oder gesundheitlich angeschlagene Menschen ist eine Virusgrippe lebensbedrohlich. 
Jedes Jahr sterben Tausende von Menschen an einer Virusgrippe oder deren Komplikationen (z.B. an einer Lungenentzündung)!
Auch eine Virusgrippe ohne Komplikationen kann nur symptomatisch behandelt werden. 

Vor einer Virusgrippe kann man sich allerdings durch die jährliche Grippeimpfung schützen. Die Grippeimpfung wird empfohlen für Senioren, chronisch Kranke, aber auch für Menschen mit hohem Ansteckungsrisiko  (z.B. Schulkinder, LehrerInnen, VerkäuferInnen, medizinisches Personal)
Eine Grippeimpfung schützt vor einer Virusgrippe oder zumindest vor schweren Verläufen  und schützt auch Mitmenschen, die aus verschiedensten Gründen nicht geimpft werden können.

Erkältungssymptome können auch verursacht werden durch eine Vereiterung der Rachenmandeln, eine Mittelohr- oder Nasennebenhöhlenentzündung,  eine Entzündung der Bronchien oder eine Lungenentzündung. Bei diesen Erkrankungen handelt es sich meist  um bakterielle Infektionen bzw. um sogenannte bakterielle Superinfektionen, die im Allgemeinen mit Antibiotika behandelt werden.
Husten kann auch Symptom verschiedenster anderer Erkrankungen sein: beispielsweise Tuberkulose, Lungenkrebs, Herzerkrankungen, Rückfluss von Magensäure oder Allergien.
Wenn Husten länger als 4 Wochen anhält sollte daher eine Abklärung erfolgen.

Seit drei Jahren muß bei Erkältungssymptomen auch eine Corona-Infektion in Erwägung gezogen werden. Insbesondere Veränderungen des Geruchs- oder Geschmackssinns sind verdächtig auf Covid-19.
Eine sichere Unterscheidung zu einer „normalen Erkältung“ oder auch zu einer Virusgrippe gelingt nur mit einem Rachenabstrich. Daher sollte in unklaren Fällen immer ein Schnelltest durchgeführt werden und evtl. der Hausarzt zu Rate gezogen werden.

Generell wichtig bei Erkältungen, insbesondere wenn es sich um fieberhafte Infekte handelt, ist körperliche Schonung für einige Tage und eine Sportpause. Dies ist begründet in der wenn auch seltenen Möglichkeit einer Herzmuskelentzündung im Rahmen eines Virusinfekts. In  einem solchen Fall könnten lebensbedrohliche Komplikationen auftreten.
Umgekehrt stärkt sportliche Betätigung das Immunsystem und verringert so das Risiko einer Infektion. 

Und nicht zu vergessen: zum Schutz der Mitmenschen bei Infekten Maske tragen!

Dr. Jutta Dick

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