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Grippeschutzimpfung

Der kalendarische  Herbst hat bereits begonnen  und  die Erkältungszeit steht bevor. Damit hat  auch die Zeit für die Grippeschutzimpfung begonnen. Die ersten Chargen des Impfstoffs sind jetzt verfügbar und die Arztpraxen beginnen mit der diesjährigen Grippeimpfung. Wie bereits in den letzten beiden Jahren zahlen alle gesetzlichen Krankenkassen den Vierfach-Grippeimpfstoff, der eine bessere Wirkung verspricht als der früher großenteils verwendete Impfstoff.

Der Grippeimpfstoff wird jedes Jahr nach den Empfehlungen der WHO (Weltgesundheitsorganisation) neu zusammengesetzt aus den für die jeweilige Saison zu erwartenden Virusstämmen. Grippevirus ist nicht gleich Grippevirus; man unterscheidet verschiedene Stämme, die unterschiedlich virulent (=krankmachend) sind.

Die Grippeimpfung schützt vor einer schweren Virusgrippe (Influenza) oder deren Komplikationen (Lungenentzündung, längere Bettlägerigkeit, Verschlimmerung bestehender Erkrankungen bis zum Tod). Die landläufig als „Grippe“ bezeichneten Infekte sind durch Erkältungsviren hervorgerufene harmlose Infekte, gegen die es keinen Impfschutz gibt.

Die WHO und die deutsche Ständige Impfkommission (STIKO) empfehlen die jährliche Grippeimpfung für alle chronisch Kranken, für alle älteren Menschen, für Bewohner von Alten- und Pflegeheimen, für medizinisches Personal, für Schwangere und für beruflich besonders Exponierte.

Darüberhinaus ist die Impfung von Kindergarten- und Schulkindern sinnvoll, die sich leicht untereinander anstecken können und dann auch viele Menschen in ihrer Umgebung infizieren können.
In diesem Jahr ist die Grippeimpfung im Hinblick auf die Covid-19-Pandemie besonders empfehlenswert! Besonders problematisch könnte es nämlich sein, wenn sich Menschen mit Corona-Virus und Grippevirus gleichzeitig anstecken würden.

Die Grippeimpfung ist sehr gut verträglich, denn der Grippeimpfstoff ist ein sogenannter „Totimpfstoff“, der aus abgetöteten Erregern besteht, die zwar das Immunsystem zur Bildung spezieller Antikörper anregen aber selbst keine Erkrankung hervorrufen können.

Die immer wieder zu hörende Behauptung, eine Person sei nach oder durch die Grippeimpfung richtig krank geworden, muss daher zurückgewiesen werden. Bei diesen Fällen kann es sich nur um ein zufälliges Zusammentreffen der Impfung mit einer schon bestehenden Infektion handeln. Daher muss man jedem Menschen, der zu den angegebenen Risikogruppen gehört, zur Grippeimpfung raten.

Die gesetzlichen und auch die meisten privaten Krankenkassen übernehmen die Kosten für den Impfstoff und die Impfung.

Die Grippeimpfung kann gleichzeitig zum Anlass genommen werden, den Impfstatus überprüfen zu lassen und eventuell notwendige Auffrischimpfungen durchführen zu lassen.

Dr. Jutta Dick

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