Datenschutzhinweis
Nach § 5 der neuen EU-DSGVO sind wir dazu verpflichtet, Sie über die Verarbeitung Ihrer Daten zu informieren. Deswegen haben wir unsere Datenschutzbestimmungen aktualisiert, die Sie mit einem Klick einsehen können. Um Ihr Nutzererlebnis zu verbessern und unsere Seite stets weiter zu entwickeln, speichern wir Cookies in Ihrem Browser. So können wir für Sie beim nächsten Mal wiedererkennen und wissen, für welche Inhalte Sie sich am meisten interessieren. Bitte stimmen Sie unserer Datenschutzbestimmung zu, um die Seite nutzen zu können.
Zustimmen

Impfung gegen Lungenentzündung

Jedes Jahr erkranken alleine in Deutschland ca. 800.000 Menschen an einer Lungenentzündung. 25 bis 40 Prozent der ambulant, also außerhalb eines Krankenhauses erworbenen Lungenentzündungen, werden durch eine bestimmte Bakterienart, die sogenannten „Pneumokokken“  verursacht. An einer solchen Pneumokokken-Lungenentzündung sterben in Deutschland jedes Jahr ca. 12.000 Menschen. Bei Kindern lösen Pneumokokken nicht nur Lungenentzündungen aus sondern u.a. auch Mittelohrentzündungen und Hirnhautentzündungen. Weltweit kommt es jährlich bei ca. 800.000 Kindern zu Todesfällen durch Pneumokokken-Erkrankungen!

Ein großes Problem der Pneumokokken-Infektion ist die zunehmende Resistenz dieser Bakterien gegen die gebräuchlichen Antibiotika. Dies erschwert die Behandlung und erklärt zumindest teilweise die hohe Sterblichkeit bei Pneumokokken-Infektionen.

Glücklicherweise gibt es seit Jahren eine gut wirksame und gut verträgliche Impfung gegen die durch Pneumokokken verursachte Lungenentzündung.
Seit einigen Jahren gehört die Pneumokokken-Impfung zum Standard-Impfprogramm bei Babys und Kleinkindern. Hier wird in bestimmten Abständen insgesamt viermal der Impfstoff verabreicht.
Außerdem wird diese Impfung von der STIKO (Ständige Impfkommission) empfohlen für alle chronisch Kranken und alle Menschen über 60 Jahre, die durch eine solche Infektion vermehrt gefährdet sind.
Besonders wichtig ist diese Impfung für Patienten mit Lungenerkrankungen (Asthma, Chronische Bronchitis) und für immungeschwächte Patienten, z.B. Krebskranke oder Rheumapatienten.
Es gibt zwei verschiedene Impfstoffe gegen Pneumokokken mit etwas unterschiedlichem Wirkspektrum. Je nach Grunderkrankung der Patienten und je nachdem welche Impfung bisher durchgeführt wurde, sollte gemäß den neuesten Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) eine Auffrischimpfung erfolgen.

Bei Patienten mit ausgeprägten Immundefekten oder Menschen nach Milzentfernung wird auf jeden Fall eine Auffrischimpfung nach 5 bis 6 Jahre empfohlen.
Optimal ist die Durchführung der Pneumokokken-Impfung in Kombination mit der Grippeimpfung.
Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten der Pneumokokkenimpfung.

Die Pneumokokken-Impfung verhindert Pneumokokken-Erkrankungen, während eine Antibiotikatherapie erst angewendet werden kann, wenn es bereits zu einer Infektion gekommen ist. Das mit dem Risiko einer unzureichenden Wirkung aufgrund der Resistenzlage bei Antibiotika.

Sind Sie geimpft? Lassen Sie Ihren Impfschutz  von Ihrem Hausarzt überprüfen!

Dr. Jutta Dick

Zurück zur Startseite

START TYPING AND PRESS ENTER TO SEARCH