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Schwitzen

Gerade jetzt im Sommer spüren viele „hautnah“ im wahrsten Sinn des Wortes eine wichtige Reaktion des Körpers, nämlich das Schwitzen.

Meistens wird das Schwitzen dann als unangenehm empfunden, obwohl es wichtig und lebensnotwendig ist. Das Schwitzen dient der Wärmeregulation des Körpers und schützt den Körper vor Überhitzung.

In unserer Haut verteilt sitzen mehr als 2 Millionen Schweißdrüsen, die täglich ohne körperliche Aktivität 100 bis 200 ml Schweiß produzieren. Bei Anstrengung kann der Körper die Schweißproduktion steigern bis auf 10 bis 14 Liter!, um durch die dadurch entstehende Verdunstungskälte den Körper abzukühlen. Die Wärmeabgabe durch Schweiß ist unabhängig von der Außentemperatur. Sie ist allerdings umso höher, je mehr Wind herrscht.

Der Schweiß ist zunächst geruchlos und besteht im Wesentlichen aus Wasser, in dem unter anderem verschiedene Salze gelöst sind. Der Schweißgeruch entsteht durch Bakterien, die sich auf der Haut befinden und die Stoffe im Schweiß und auf der Haut zu Buttersäure oder Ameisensäure abbauen.

Je mehr man schwitzt, desto mehr muss man trinken, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Reguliert wird die Schweißproduktion vom vegetativen Nervensystem.

Starkes Schwitzen mit kalter Haut, die so genannte Kaltschweißigkeit ist häufig bei schwerkranken Patienten oder auch bei Kreislaufproblemen anzutreffen. Hier dient das Schwitzen nicht der Temperaturregulation, sondern stellt ein Begleitphänomen dar.

Während das „normale“ Schwitzen der Wärmeregulation dient, tritt das „nervöse Schwitzen“ plötzlich auf bei emotionaler Anspannung. Es kommt zu Schweißausbrüchen. Oft tritt hier zunächst eine vermehrte Schweißbildung an Handflächen und Fußsohlen auf.

Vom sogenannten „thermoregulatorischen“ Schwitzen muss man eine übermäßige Schweißproduktion ohne entsprechende Notwendigkeit einer Abkühlung unterscheiden. Hier spricht man von „Hyperhidrosis“.

Dieses übermäßige Schwitzen kann nur bestimme Körperregionen (z.B. die Achselhöhlen oder die Fußsohlen) oder den ganzen Körper betreffen. Die Hyperhidrosis tritt unter verschiedenen Bedingungen ohne Krankheitswert auf (z.B. in den Wechseljahren oder bei stärkerem Übergewicht), kann aber auch Symptom bestimmter (meist neurologischer oder hormonell bedingter) Erkrankungen sein.

Wenn nur die Hände und Füße bzw. die Achselhöhlen von diesem übermäßigen Schwitzen betroffen sind, gibt es Mittel, die das Schwitzen eindämmen. Wenn der ganze Körper betroffen ist, ist eine Therapie oft schwierig.

Dr. Jutta Dick

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